Kunst und Kultur in der Gnadenkirche
Die Gnadenkirche in Allensbach soll auch in Zukunft Raum für vielfältige künstlerische Aktivitäten geben. Sie öffnet sich in dem Sinn von „offene Kirche“ auch für Menschen, die an religiösen Veranstaltungen nicht oder selten teilnehmen.
Damit wird das Bestreben der Gesamtkirchengemeinde nach offener Kirche wirkungsvoll ergänzt und unterstützt.
Als sinnvolle Aufgabe soll das kulturelle Angebot auch den Mitgliedern, Einwohnern und Gästen der eigenen Gemeinde näher gebracht werden.
Veranstaltungen der Kunst und Kultur werden deshalb auch unter dem Gedanken „Gottesdienst in anderer Form“ gesehen.
Künstlerische Menschen bringen durch Bilder, Klänge, Worte, Töne zum Ausdruck, wie ihnen das Leben begegnet. Dieser Ausdruck ist einzigartig, oftmals eigenartig.
Die hörende, sehende, zum Erlebnis bereite Gemeinde tritt in einen Austausch: Der Künstler, die Künstlerin darf sich den Raum nehmen und die Gemeinde erlebt den Eindruck seiner/ihrer Resonanz.
Veranstalter und Künstler sind sich bewusst, dass die Gnadenkirche in erster Linie ein christlicher Kirchenraum ist. Die Veranstaltungen werden deshalb in möglichst harmonischem Einklang mit dem Kirchenraum und der darin gelebten christlichen Botschaft aufgefasst.
Mit diesen Leitsätzen möchte sich der Arbeitskreis Kunst und Kultur in der Gnadenkirche vorstellen. Sie sollen eine Orientierung für die künstlerischen Aktivitäten in der Gnadenkirche sein.
Der Arbeitskreis trifft sich in etwa monatlichen Abständen; er plant und organisiert Konzerte und Ausstellungen.
Die Anfrage nach Kunstausstellungen ist groß: Das Licht, die Helligkeit und die Architektur der Gnadenkirche ist für Malerinnen und Maler ein idealer Rahmen für die Ausstellung ihrer Gemälde. Es ist deshalb jeweils im Sommer eine Gemäldeausstellungen geplant.
Die Veranstaltungen in der Gnadenkirche 2012:
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Datum |
Veranstalter |
Art der Veranstaltung |
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Sa, 03.03.12 20:00 |
Verkehrsverein |
Trialog 1
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Sa, 31.03.12 20:00 |
Verkehrsverein |
Allensbach hat’s
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So, 15.04.12 20:00 |
Kirchengemeinde |
Das ENSEMBLE
VISION |
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Di, 24.04.12 20:00 |
Verkehrsverein |
14. JAZZ am SEE
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Fr, 27.04.12 20:00 |
Verkehrsverein |
TRIALOGconcerts II
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So, 13.05.12 20:00 |
Kirchengemeinde |
AVE-Konzert „Vival la Vida“
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Mo, 28.05.12 11:00 |
Verkehrsverein |
Pfingstmatinée mit der Musikhochschule Freiburg
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Sa-So, 16.-17.06.12 |
Kirchengemeinde |
Gemeindefest
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Sa, 07.07.12 20:00 |
Verkehrsverein |
TRIALOGconcerts III,
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So, 30.09.12 20:00 |
Kirchengemeinde |
Andreas Bücklein, Liederabend
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So, 14.10.12 |
Kirchengemeinde |
Stier, Jazzkonzert
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Do, 25.10.12 20:00 |
Verkehrsverein |
14. JAZZ am SEE
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Mo, 19.11.12 20:00 |
Verkehrsverein |
14. JAZZ am SEE
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Mi, 26.12.12 |
Kirchengemeinde |
Weihnachtskonzert Malve-Quartett
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Details zu den einzelnen Veranstaltungen:
Sonntag, 15.04.2012, 20:00
Programm
Franz Schubert 1797 - 1828
Sonate in A-Dur für Violine und Klavier,
op. post. 162 (August 1817)
Allegro moderato - Scherzo Presto mit Trio - Andantino - Allegro vivace
Claude Debussy 1862 - 1918
Premier Trio en Sol
(Sommer 1880 in Fiesole in Italien)
Andantino con moto allegreo
- Scherzo mit Intermezzo - Andante expressivo - Finale Appassionato
Pause
Antonin Dvořák 1841 - 1904
Quintett in A-Dur für 2 Violinen, Viola,
Violoncello und Klavier, op.81 (Sommer 1887)
Allegro, ma non tanto - Andante con moto
(Dumka) - Molto vivace (Scherzo-Furiant) - Allegro (Finale)
Es musizieren:
Kyoko Tanino, Violine
Christiane Kegelmann-Brooke, Violine
Barbara Wernigk, Viola
Matthew Brooke, Cello
Karin Strehlow, Klavier
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Im August 1817 schrieb Schubert die Sonate für Klavier und Violine in A-Dur, ein künstlerisch anspruchsvolles Werk. Tief bewegend singt das Allegro moderato, süße Wehmut, glühende Inbrunst, dunkle Leidenschaftlichkeit, unerschöpflich in seinen Modulationen und seiner klanglichen Farbigkeit. Nach einem Ritt durch die rhythmische Tonwelt des dritten Satzes, eines Scherzos, klingt das Werk schließlich mit einem feurigen und temperamentvollen 'Allegro vivace' aus. Im Jahr 1864 wurde dies schöne Duo zum ersten Mal öffentlich gespielt.
Der 18-jährige Debussy komponierte sein Premier Trio en Sol im Sommer 1880 in Fiesole in Italien. Erwartungsgemäß finden sich in diesem großangelegten Werk des jungen Mannes Einflüsse all der Komponisten, die ihm vertraut waren. Anklänge an César Franck und Robert Schumann, den Debussy besonders schätzte, sind nicht zu überhören.
Das Klavier-Quintett, op. 81, eines von den am meisten gespielten Kammermusikkompositionen der Welt und wurde zum ersten Mal 1888 in dem Prager Rudolphinum aufgeführt.
Die seltene Frische der spontanen Schöpfung ist auch in dem Werk selber zu erkennen. Das Werk ist eines der von dem authentischsten musikalischen Portraits des Komponisten, das wir kennen. Dvorák's Persönlichkeit ist darin enthalten: Ein Mann ziemlich reserviert, der sein Leben voller Ideen weit entfernt von den täglichen Dingen lebt. Er wandert auf den Feldern der musikalischer Vorstellung, manchmal in Gedanken verloren, manchmal glücklich und lächelnd, voller Freude und Lobgesang des Lebens und Schöpfens. Hier ist ein Geist mit zahlreichen Stimmungen, so verschieden wie der Himmel im Frühling.